Die Alberti-Stiftung - Der Alberti-Preis
 
Der Alberti-Preis der Hohenloher
Muschelkalkwerke schlägt die
Brücke von der Fachpaläontologie
zur Öffentlichkeit und Rohstoff-
wirtschaft. Der Preis wird im Zwei-
jahresturnus an Berufspaläontolo-
gen und Privatpaläontologen für
herausragende Leistungen auf
dem Gesamtgebiet der Paläonto-
logie und ihrer Popularisierung
verliehen. Ausgezeichnet werden
Einzelleistungen oder ein Gesamt-
werk, das durch entsprechende
Veröffentlichungen, Dokumenta-
tionen, Sammlungen oder Aus-
stellungen nachgewiesen ist.
Preis und Preisgeld in Höhe von
€ 10.000,00 können ungeteilt oder
geteilt an mehrere Preisträger
verliehen werden. In den Jahren
ohne Preisverleihung lädt die
Stiftung die Öffentlichkeit zu einem
Vortrag von einem prominenten
Fachwissenschaftler ein.
Vorstand und Beirat der Paläonto-
logischen Gesellschaft e.V. bilden
die Jury und empfehlen der Alberti-
Stiftung die Preisträger. Die Preis-
verleihung findet in festlichem Rah-
men im Herbst in Ingelfingen statt.
Durch den Alberti-Preis erfährt die
Öffentlichkeit von Funden und ihrer
Bedeutung und schärft ihr Be-
wusst sein für Erd- und Lebensge-
schichte im Regionalraum und
für die wirtschaftliche und kulturelle
Bedeutung der Rohstoffgewinnung.
Deshalb wurde die Stiftung nach
Friedrich von Alberti benannt. Er
war nicht nur als königlich-würt-
tembergischer Bergrat und
Friedrichshaller Salinendirektor für
die Gewinnung des weißen Goldes
zuständig, sondern erforschte auch
als Pionier der Geologie im
deutschen Südwesten die Schich-
tenfolge und ihren Fossilinhalt
 

Die Preisträger

1998 Jens Lorenz Franzen, Forschungsinstitut Senckenberg Frankfurt am Main, für seine Studien zur Stammesgeschichte des Menschen und zur Erforschung und Erhaltung des UNESCO-Weltnaturerbes Grube Messel.

1999 Werner Kugler aus Crailsheim für seine Verdienste um die Bergung, Präparation und Erhaltung der Saurier des Lettenkeupers von Vellberg-Eschenau und seinen langjährigen tatkräftigen Einsatz als Fossiliensammler für die Erforschung triassischer Wirbeltierfunde aus dem württembergischen Frankenland.

2000 Dr. Andreas Braun, Institut für Paläontologie Bonn, für seine Verdienste um die Erforschung von Radiolarien, terrestrischen Mikroarthropoden und phosphatisierten Pflanzenresten des Erdaltertums sowie um die Popularisierung der Paläontologie und die Entwicklung neuartiger Labormethoden, und Dr. Günter Schweigert, Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart, für seine Verdienste um die Erforschung von Floren und Faunen aus der Erdgeschichte Südwestdeutschlands, insbesondere der Nusplinger Plattenkalke, des Randecker Maars und der Jura-Ammoniten, sowie um die Popularisierung der Paläontologie durch Ausstellungen und Schriften.

2001 Dipl.-Ing. Hans H. Stühmer aus Helgoland für seine Verdienste um die nachhaltige Aufsammlung von Fossilien und Gesteinen der Insel Helgoland und ihre Dokumentation und wissenschaftliche Bearbeitung sowie um seinen Einsatz für Natur und Umwelt Helgolands.

2002 Dr. Léa Grauvogel-Stamm, Institut de Géologie Strasbourg, für ihre Verdienste um die Erforschung der reichen triaszeitlichen Floren im Grès à Voltzia und um die Rekonstruktion des Ökosystems im Oberen Buntsandstein der Vogesen, um Mikrofloren und Floren der europäischen Trias und um die Erhaltung und wissenschaftlche Auswertung der Sammlung ihres Vaters Louis Grauvogel, und Prof. Dr. Jean-Claude Gall, Institut de Géologie Strasbourg, für seine Verdienste um die Erforschung der reichen und exzellent erhaltenen triaszeitlichen Faunen im Grès à Voltzia und um die Rekonstruktion von Genese und Lebewelt des Oberen Buntsandsteins in den Vogesen, um die Paläoökologie vorzeitlicher Biotope und um die Gründung der European Palaeontological Association.



Werner Kugler auf Grabung im Oberen Lettenkeuper von Vellberg  
Dr. Léa Grauvogel-Stamm und Prof. Dr. Jean-Claude Gall aus Straßburg nehmen den Alberti-Preis 2002 vom Vorsitzenden des Kuratoriums, Ernst Hippelein (links), und vom Ersten Vorstandsvorsitzenden der Alberti-Stiftung, Dr. Martin Westermann (rechts) entgegen.